Gemeinsam am Runden Tisch mit den Bremer Gartenfreunden und der SPD Bremen

Presse

 

Hier sitzen Hans-Ulrich Helms, Birgit Drechsler, Wolfgang Grotheer und Mehmet Acar gemeinsam am Runden Tisch. Es geht um die bewährte Zusammenarbeit zwischen den Bremer Gartenfreunden und der SPD.

 

Zur Geschichte der Zusammenarbeit erzählt Hans-Ulrich Helms, dass Wolfgang Grotheer als damaliger Vorsitzender der SPD Bremen-Stadt und er Anfang des Jahres 2000 ins Gespräch kamen.

Einige Monate zuvor war eine größere Fläche (zwischen Universität und Eisenbahnlinie) in Anspruch genommen worden, wobei ca. 200 Kleingärten vernichtet worden waren. Ein großer Teil dieser damals bereits geräumten Fläche liegt bis heute brach.

Damals ging es um die Pläne des Senats, für eine Erweiterung des Technologieparks an der Universität. Das seinerzeit betroffene Kleingartengebiet reichte von der Kulenkampffallee aus über die Bahn hinweg bis zur Universität. Für diese Technologieparkerweiterung hätten weitere rund 900 Kleingärten weichen müssen.

Hans-Ulrich Helms und Wolfgang Grotheer haben seinerzeit verabredet, sich gemeinsam gegen diese Pläne des Senats zu wenden und waren dabei erfolgreich.

 

An diesem Abend geht es um das Thema des Entwurfs zum Regierungsprogramm 2015- 2019 der SPD Bremen, das auf 55 starken Seiten auch auf die Kleingärtner und Gartenfreunde in Bremen aufmerksam macht. Sie tatkräftig zu unterstützen ist das Ziel, sagt Mehmet Acar. Im Vorfeld und in erster Linie geht es um die Stadtentwicklung in Bremen. Dafür steht diese Arbeitsgemeinschaft mit den Gartenfreunden.

Als erstes wird die Zusammenarbeit der Städte Bremen und Bremerhaven und des Landesverbandes fokussiert und kurz erörtert.

Der zukünftige Haushalt des Landes Bremen, der zukunftsorientiert kostengünstiger gestaltet werden soll, liegt hier auf dem Tisch. Das Motto der SPD lautet „Gut und Günstig“ auch im Bereich der Stadtentwicklung. Dazu gehört auch die Optimierung der Nutzung der Kleingartenbereiche.

Die bewährte Zusammenarbeit und die daraus resultierenden Erfahrungen von Bremen und Bremerhaven sollen noch mehr gestärkt werden.

 

Fakt ist: Die Gartenfreunde sind in Bremen und Bremerhaven in 104 Kleingärtnervereinen mit ca. 17.000 Mitgliedern organisiert.

Tendenz und Gegenwart: Sie fördern das Kleingartenwesen und setzen sich für die Stärkung von Natur- und Umweltschutz ein. Der Erhalt und die Fortentwicklung des Kleingartenwesens steht an erster Stelle, wichtige Themen sind die ökologische Gestaltung der Kleingartenanlagen, die Sicherung der Kleingärten in der Dauernutzung.

Vergangenheit: Bürgermeister Wilhelm Kaisen ermöglichte nach dem zweiten Weltkrieg das Wohnen im Kleingartengebiet. Trotz Wirtschaftswunder und städtischem Wiederaufbau stehen bis heute noch etwa 1.000 Behelfswohnhäuser in den Bremer Kleingartengebieten. In den vergangen 12 Jahren wurden ca. 350 marode Kaisenhäuser abgerissen.

Spannungsfelder: Die frei gewordenen und nicht mehr bewohnbaren Kaisenhaus-Grundstücke sollen geräumt und neu (kleingärtnerisch) genutzt werden.

Zukunft: Der Wunsch nach dem Erhalt der Kleingartenanlagen, die einen enormen Nutzen für die Stadt und das Klima bringen. Keine illegale Wohnnutzung im Kleingartengebiet.

 

Das Grün Bremens und Bremerhavens trägt dazu bei, dass es sich hier so gut leben lässt, lässt Mehmet Acar verlauten. Mit den Gartenfreunden gab es in der Vergangenheit immer eine sehr gute Zusammenarbeit. „Diese bewährte Zusammenarbeit zwischen dem Landesverband der Gartenfreunde und der Bremer SPD soll auch künftig fortgesetzt werden!“ - betonen Wolfgang Grotheer und Mehmet Acar.

 

Es gibt Probleme und offene Fragen, die noch im Raume stehen, berichtet die Runde. Der vereinsseitige Umgang mit den Kaisenhäusern blieb bisher allseits unbeantwortet. Die Bauherren und die ursprünglichen Bewohner (Kinder und nahe Familienangehörige) hatten nach dem Krieg ein lebenslanges Wohnrecht im selbst erbauten Kaisenhaus erhalten. Zwischenzeitlich sind diese Wohnrechte sehr oft von den Kindern oder Verwandten einfach übernommen worden. Einige Bauten werden in dieser Form weiterhin genutzt und bewohnt, andererseits gibt es auch eine Vielzahl verwahrloster Gebäude und Gärten, die Schandflecke in den Kleingärtnervereinen bilden. Hinzu kommt, dass die Kaisenhausgrundstücke oftmals sehr groß sind.

Heute zählt man noch ungefähr 1000 ehemalige Kaisenhäuser in Bremen.

Seit dem Jahr 2002 hat die Behörde etwa 350 Kaisenhäuser abgerissen, weitere 230 stehen zum Teil seit Jahren leer. Für sie liegen Abrissvereinbarungen vor. Weil deren Umsetzung die Behörde aber jedes Mal etwa 10.000 Euro kostet, wird es noch längere Zeit dauern, bis alle Gebäude auch tatsächlich abgerissen sind.

 

Zitat Birgit Drechsler: „Beim Landesverband der Gartenfreunde Bremen e.V. ist jeder Gartenfreund herzlich willkommen.“

Tel.: 04 21-336 551 0

Email: bremen(at)gartenfreunde.de

Internet: www.gartenfreundebremen.de